Rechtsgebiet Familienrecht

Das Familienrecht befasst sich außer mit der Scheidung, der Ehe oder Lebenspartnerschaft auch mit Problemen unter Verwandten und nichtehelichen Lebensgefährten. Die meisten Probleme entstehen, wenn sich eine Familie oder Lebenspartnerschaft aufgrund der Trennung auflöst. Dann ist zu klären: Bei wem leben fortan die Kinder (Sorgerecht, Aufenthaltsbestimmungsrecht)? Wann und wie häufig gibt es Kontaktbesuche für den anderen Ehegatten (Umgangsrecht)? Wie wird das Vermögen verteilt (Zugewinn)? Welche Möbel bekommt jeder (Hausrat)? Wovon soll man künftig leben? Wie viel muss man an den Anderen zahlen (Unterhalt)? Und wie ist man im Alter abgesichert (Versorgungsausgleich)?

Die Bearbeitung dieser Punkte ist meist mit großen Emotionen verbunden. Dadurch spielen sachliche Argumente oder das eigentliche Ziel oft keine Rolle. Wir sehen unsere Aufgabe darin, unsere Mandanten behutsam zu einer sachlichen Beschäftigung mit den auftretenden Problemen zu führen und für ihn/sie das Bestmögliche herauszuholen – ohne all die „schmutzige Wäsche“ in möglichst vielen Gerichtsverfahren auszubreiten. Jeder Richter oder Richterin dankt es einem, wenn sie sich ausschließlich auf die Fakten konzentrieren können. Dabei werden von uns in erster Linie außergerichtliche Lösungen angestrebt und erst dann der Gerichtsweg beschritten. Wenn Sie uns beauftragen wollen, ihn oder sie „fertig zu machen“, sind Sie bei uns falsch. Wir helfen Ihnen aber gern, wenn Ihr Ehe- oder Lebenspartner dies mit Ihnen vorhat.

Gelangen die Ehegatten oder Lebenspartner nach dem Trennungsentschluss zu einer gesamten oder teilweisen Einigung über diese Punkte, besteht die Möglichkeit im Rahmen einer sogenannten Scheidungsfolgenvereinbarung alle Punkte zu regeln.

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Vertrag über ein Benutzerkonto bei einem sozialen Netzwerk ist vererbbar

Der BGH hat am 12.07.2018 entschieden, dass ein Vertrag über ein Benutzerkonto bei einem sozialen Netzwerk im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die Erben des ursprünglichen Kontoberechtigten übergeht und diese einen Anspruch gegen den Netzwerkbetreiber auf Zugang zu dem Konto einschließlich der darin enthaltenen Kommunikationsinhalte haben. Auch Rechtspositionen mit persönlichen Inhalten gehen nach der gesetzgeberischen Wertung auf die Erben über. Auch Tagebücher und persönliche Briefe werden vererbt. Es bestehe aus erbrechtlicher Sicht kein Grund dafür, digitale Inhalte anders zu beurteilen.

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