Rechtsgebiet Familienrecht

Das Familienrecht befasst sich außer mit der Scheidung, der Ehe oder Lebenspartnerschaft auch mit Problemen unter Verwandten und nichtehelichen Lebensgefährten. Die meisten Probleme entstehen, wenn sich eine Familie oder Lebenspartnerschaft aufgrund der Trennung auflöst. Dann ist zu klären: Bei wem leben fortan die Kinder (Sorgerecht, Aufenthaltsbestimmungsrecht)? Wann und wie häufig gibt es Kontaktbesuche für den anderen Ehegatten (Umgangsrecht)? Wie wird das Vermögen verteilt (Zugewinn)? Welche Möbel bekommt jeder (Hausrat)? Wovon soll man künftig leben? Wie viel muss man an den Anderen zahlen (Unterhalt)? Und wie ist man im Alter abgesichert (Versorgungsausgleich)?

Die Bearbeitung dieser Punkte ist meist mit großen Emotionen verbunden. Dadurch spielen sachliche Argumente oder das eigentliche Ziel oft keine Rolle. Wir sehen unsere Aufgabe darin, unsere Mandanten behutsam zu einer sachlichen Beschäftigung mit den auftretenden Problemen zu führen und für ihn/sie das Bestmögliche herauszuholen – ohne all die „schmutzige Wäsche“ in möglichst vielen Gerichtsverfahren auszubreiten. Jeder Richter oder Richterin dankt es einem, wenn sie sich ausschließlich auf die Fakten konzentrieren können. Dabei werden von uns in erster Linie außergerichtliche Lösungen angestrebt und erst dann der Gerichtsweg beschritten. Wenn Sie uns beauftragen wollen, ihn oder sie „fertig zu machen“, sind Sie bei uns falsch. Wir helfen Ihnen aber gern, wenn Ihr Ehe- oder Lebenspartner dies mit Ihnen vorhat.

Gelangen die Ehegatten oder Lebenspartner nach dem Trennungsentschluss zu einer gesamten oder teilweisen Einigung über diese Punkte, besteht die Möglichkeit im Rahmen einer sogenannten Scheidungsfolgenvereinbarung alle Punkte zu regeln.

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Aktuelles

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Umgangsrecht der Großeltern und Kindeswohl

Der Bundesgerichtshof hat am 12.07.2017 entschieden, dass der Umgang der Großeltern mit dem Kind regelmäßig nicht seinem Wohl dient, wenn die - einen solchen Umgang ablehnenden - Eltern mit den Großeltern so zerstritten sind, dass das Kind bei einem Umgang in einen Loyalitätskonflikt geriete. der Erziehungsvorrang ist von Verfassung wegen den Eltern zugewiesen. Mißachten Großeltern diesen, läßt dies ein Umgangsrecht nach § 1685 I BGB nicht als kindeswohldienlich erscheinen.

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